Über die amerikanische Bulldogge

Hundefreunde werden die Rasse wohl bereits kennen: Die amerikanische Bulldogge, oder auch American Bulldog genannt. Zu der Geschichte der Rasse und ihrem Wesen gibt es einiges zu sagen, denn sie wurde aus verschiedenen anderen Rassen gekreuzt und bringt daher einige Qualitäten und Besonderheiten mit.Die amerikanische Bulldogge stammt aus den USA und gehört zu den typischen Vertretern der Familie der Bulldogge. Die Rasse wird nicht von FCI oder AKC anerkannt, aber der UKC erkennt sie seit dem 1. Januar 1999 offiziell an. Auch der RKF erkennt die American Bulldog an und verleiht sogar einen nationalen Championtitel. Der Ursprung der Rasse liegt in den vereinigten Staaten, man geht davon aus, dass sie hauptsächlich von der English Bulldog abstammt und sowohl Dogo Argentionio, Boxer und Pointer zur Entstehung der Rasse erheblich beigetragen haben und für die Züchtung mit eingekreuzt wurden. Ihre Lebenserwartung beträgt in der Regel ungefähr 10 bis 15 Jahre. Früher wurden sie häufig zur Wildschweinjagd eingesetzt, entwickeln sich aber heutzutage immer mehr zu einem aktiven Familienhund, der allerdings aufgrund seiner Vergangenheit gelistet ist. Somit bestehen für die Anschaffung einer amerikanischen Bulldogge je nach Bundesland unterschiedliche Auflagen zur Haltung in Deutschland.

Aussehen der amerikanischen Bulldogge

In ihrem Aussehen entspricht die amerikanische Bulldogge im Wesentlichen den typischen Merkmalen der Bulldoggenfamilie. Die Rasse kann bis zu 66 cm groß und 58 Kilo schwer werden. Rüden sind in der Regel 51 bis 64 cm groß, die Hündinnen können 48 bis 51 cm erreichen. Dabei gibt es unterschiedliche Rassetypen, beispielsweise die leichteren Arbeitslinien oder schwere Ausstellungstypen. Je nachdem, zu welchen Eigenschaften der Hund gezüchtet wurde, kann er sich von seinen Rassevertretern in Bezug auf seine Optik unterscheiden. Außerdem gibt es auch einen Hybridtypen aus Arbeits- und Ausstellungshunden. Die leichteren Vertreter sind für gewöhnlicher schlanker und mit längerem Fang ausgestattet. Generell ist das Fell der amerikanischen Bulldogge kurz und anliegend, von den Farben her sind laut Rassestandard alle Färbungen zulässig, außer komplett schwarz, tricolor oder blau ohne Marken. Meistens sind amerikanische Bulldoggen komplett weiß oder besitzen weißes Fell mit einer braunen bis rotbraunen Fellzeichnung. Sie sind außerdem kräftige Hunde mit muskulösem Körperbau.

Verhalten und Wesen

Die amerikanische Bulldogge ist ein freundlicher Hund, der aufgrund seines bulligen Aussehens häufig auf den ersten Blick, insbesondere von hundeunerfahrenen Menschen, falsch eingeschätzt wird. Die Rasse ist sehr menschenbezogen und aktiv, benötigt also genug Zuwendung und Beschäftigung von seinem Herrchen. Hundebesitzer lernen ihre American Bulldogge sehr schnell lieben, da sie anhänglich und lustig ist, und somit garantiert für Spaß sorgt. Es ist wichtig, dass die American Buldog ausgelastet wird. Dies erreicht man am besten durch Agility-Training oder aktiven Hundesport. Nichtsdestotrotz liegt der Bully auch mal gerne faul auf dem Sofa und genießt ein paar intensive Streicheleinheiten vom Lieblingsmenschen. Die Erziehung einer American Bulldogg ist dabei recht einfach, da der Hund in der Regel sehr aufmerksam und lernbereit ist. Wichtig ist, dass sein Herrchen konsequent, aber liebevoll vorgeht. Bestrafungen sollten nicht zu hart sein, sondern konsequent. Die amerikanische Bulldogg benötigt also eine einfühlsame und liebevolle Erziehung, um voll aufzublühen. Beachtet man dies, wird man einen treuen und offenen Hund an seiner Seite haben, der sich gerne beschäftigen lässt und auch für Kuschelstunden auf dem Sofa zu haben ist. Gegenüber Fremden ist der Bully anfangs etwas zurückhaltend, taut aber bei dem nötigen Vertrauen schnell auf und rauft gerne mit seinen Artgenossen oder lässt sich auch von unbekannten Menschen streicheln.