Geschichte der Rasse

Die amerikanische Bulldogge stammt ursprünglich aus den USA. Leider wurde sie bisher nicht von der FCI, der sogenannten Fédération Cynologique Internationale, anerkannt. Zu Beginn der Züchtung der American Bulldog wurde die Rasse für verschiedene Zwecke eingesetzt und diverse Zuchteigenschaften sollten sich bei der Entwicklung und Kreuzung der Rasse durchsetzen. Daher existieren unterschiedliche Typen und Formen der American Bulldog, die alle einen eigenen Charakter aufweisen und zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden. Zudem unterscheiden sie sich in ihrem Äußeren. Dabei existieren sowohl schwere und bullige amerikanische Bulldoggen als auch kleine und zierlichere Arten des Hundes. Da die Rasse einen guten und konsequenten Erziehungsstil benötigt, ist sie nicht für jeden Hundefreund zu empfehlen, sondern nur für Menschen, die sich genügend Zeit für ihren Liebling nehmen wollen und ihn liebevoll erziehen können. Wie man einen American Bulldog Welpen aussucht, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab.

Eine Rasse mit Charakter

Die American Bulldog wurde in den vereinigten Staaten von Amerika zum ersten Mal gezüchtet und stammt entsprechend auch von dort. Die Geschichte des Hundes ist teilweise sehr grausam, da die amerikanische Bulldogge ihren Namen unter anderem daher hat, dass sie für brutale Bullenkämpfe eingesetzt wurde. Englische Einwanderer brachten die American Bulldog damals nach Amerika. Im Verlauf der Rassegeschichte wurde die Rasse mit Pointern, Boxern und Dogo Argentinos gekreuzt, um für die heute bekannten Merkmale zu sorgen. Betrachtet man die Geschichte der Bulldog im 17. Jahrhundert, findet man grausame Taten. Vor allem in Amerika, England und Spanien wurde die freundliche Rasse komplett missbraucht und zu schrecklichen Taten gezwungen. In den sogenannten „Bull Baitings“ zwang man die Hunde dazu, gegen Bullen zu kämpfen. Dabei mussten die Hunde so lange gegen den starken Bullen antreten, bis der Bulle starb, oder der Hund am Kampf zugrunde ging. Die Szenen, die sich während dieser schrecklichen Aktivitäten abspielten, waren extrem unwürdig und unfassbar unmenschlich gegenüber den Hunden, die wahnsinnig darunter zu leiden hatten.

Liebenswerte Tiere auf vier Pfoten mit trauriger Herkunft

Daher stammt auch der Name: Bullenhunde oder Bullenbeißer. Heutzutage kann man sich nicht mehr vorstellen, die American Bulldog für solch grausame Zwecke einzusetzen. Damals hatten die Tiere allerdings enorm zu leiden, um extrem grausamen Menschen beim Bullenkampf Unterhaltung zu liefern und eine blutige Show zu bieten. Während des Bullenkampfes litten nicht nur die Hunde, sondern auch die Bullen. Diese Kämpfe verliefen oft blutig und gingen mit zahlreichen Knochenbrüchen einher. Zudem litten sowohl die Hunde als auch die Bullen unter unvorstellbaren Schmerzen. Zum Glück ist diese Tradition längst überholt und nicht mehr vorstellbar, dass der liebe und freundliche Hund zu solch ekelhaften Taten gezwungen werden kann. Stattdessen ist die American Bulldog mittlerweile ein Familien- und Arbeitshund geworden, der durch sein Wesen und Aussehen überzeugen kann. Leider haben viele Menschen aufgrund dieser grausamen Geschichte Vorurteile und Vorbehalte gegenüber dem freundlichen Hund, da sie teilweise bedrohliche Assoziationen mit ihnen verknüpfen. So ist es keine Seltenheit, dass die Straßenseite gewechselt wird, wenn einem eine Bully entgegenkommt. Aber dass die amerikanische Bulldogge ein freundlicher und offener Begleiter sein kann, ist mittlerweile wohl jedem Hundefreund bekannt, der sich eingehender mit der sympathischen Rasse beschäftigt hat und vielleicht sogar selbst im Besitz einer amerikanischen Bulldogge ist.